Gertrud Kraus in "Wodka", Wien um 1924. Theatermuseum © KHM-Museumsverband

Alles tanzt.

Kosmos Wiener Tanzmoderne

21.3.2019 – 10.2.2020

Wien zählte bis in die 1930er Jahre zu den internationalen Umschlagplätzen für modernen Tanz. Die Ausstellung, die das Theatermuseum in Kooperation mit der MUK (Musik und Kunst, Privatuniversität der Stadt Wien) ausrichtet, unternimmt den Versuch, die für die europäische Tanzmoderne zentralen Tänzerinnen und Choreografinnen ‒ wie Grete Wiesenthal, Gertrud Bodenwieser und Rosalia Chladek ‒ in die große Wien-Erzählung einzuschreiben.

Sie veranschaulicht die Vielfalt und Dichte einer brodelnden Tanzszene und widmet sich auch der Zeitgeschichte: NS-Diktatur, Verfolgung und Exil der Künstlerinnen. Über Bewegungslehren und Themenkreise lassen sich Fäden spinnen zwischen einem produktiven und gesellschaftskritischen Geist von damals und heute.

Dem entsprechend endet die von Andrea Amort kuratierte und von Thomas Hamann gestaltete Schau nicht historisch, sondern mit Statements von bekannten ChoreografInnen wie Doris Uhlich.


Ein abwechslungsreiches performatives Programm begleitet die Ausstellung.

Zur Ausstellung erscheint außerdem der Katalog „Alles tanzt. Kosmos Wiener Tanzmoderne“ (Hrsg. Andrea Amort), der aus der Sicht von TanzwissenschafterInnen und KünstlerInnen sowie ExpertInnen aus benachbarten Sparten das kulturelle Gedächtnis Österreichs um diese von Frauen dominierte Tanzmoderne bis 1938 und ihre Auswirkungen bis heute erweitern möchte.

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