Jubiläumsfeier am 9.11.2016
25 Jahre Theatermuseum
im Palais Lobkowitz

Seit dem Nationalfeiertag 1991 ist das Theatermuseum im wunderschönen, geschichtsträchtigen Barockpalais Lobkowitz beheimatet. Als eine der weltweit größten und bedeutendsten Dokumentationsstätten ihrer Art werden hier Zeugnisse zur Bühnenkunst österreichischer und internationaler Prägung vom Sprech- und Musiktheater über Tanz und Film bis hin zum Figuren- und Puppentheater archiviert, zur Recherche aufbereitet und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt; werden erforscht, publiziert und in aufwendig gestalteten Ausstellungen präsentiert.

Der anlässlich unseres Geburtstages publizierte Jubiläumsband 25 Jahre Theatermuseum im Palais Lobkowitz zeigt eindrucksvoll die Fülle und Heterogenität unserer Bestände.

All das konnten wir nun in einem Festakt am 9.11. feiern. Gratulanten aus der Kunst- und Kulturszene, Politik, aus unserem Freundeskreis sowie ehemalige Mitarbeiter machten diesen besonderen Abend zu einem Fest!

 

Im Foto: Herausgeberin des Jubiläumsbandes Christiane Mühlegger-Henhapel und Autorin Daniela Franke, Schauspielerin Julia Stemberger, Direktor des Theatermuseums Thomas Trabitsch, ehemaliger Vizekanzler und BM für Wissenschaft und Forschung Erhard Busek, Bundesminister Thomas Drozda, Fotos: © Theatermuseum, Wien

Theatersolo Maxi Blaha am 25.9.2016
Es gibt mich nur im Spiegelbild

Schauspielerin Maxi Blaha feierte heute die Wiener Premiere ihres neuen Programmes bei uns im Theatermuseum. Seit Jahren setzt sie sich mit großen Österreichischen Künstlerinnen auseinander. In ihrem aktuellen Theatersolo ehrt sie Ingeborg Bachmann, die heuer ihren 90. Geburtstag feiern würde, und Elfriede Jelinek. Die Werke dieser beiden Autorinnen greifen auf unvergleichliche Weise ineinander. Das Bild der Frau in unserer heutigen Gesellschaft, Motive wie Abhängigkeiten, Machtverhältnisse, Mode, Sexualität und das Verschwinden werden hier verhandelt. Maxi Blaha hat die Texte, die Elfriede Jelinek für diese Programm übrigens exklusiv zur Verfügung gestellt hat, in spannenden, zum Nachdenken anregenden, aber auch lustigen Szenen zusammengestellt.  

 

Szenenfoto mit Maxi Blaha und Simon Raab, der die Musik zu diesem Abend beitrug.

PfingstFest im Theatermuseum
Aus Anlass unserer Ausstellung ExistenzFest. Hermann Nitsch und das Theater sowie seiner aktuell im Winterpalais des Belvedere gezeigten Rauminstallation Vorbereitung zu einer Aktion fand das alljährlich von Hermann Nitsch und der Nitsch-Foundation zur Förderung des Orgien Mysterien Theaters ausgerichtete Pfingstfest zum ersten Mal nicht im Schloss Prinzendorf, der Wohn- und Arbeitsresidenz des Universalkünstlers, statt, sondern in Wien.
Hermann Nitsch feierte gemeinsam mit Förderern, Freunden und Interessierten bei naturreinem Wein zuerst im Winterpalais und, nach einer kleinen Prozession durch die Innenstadt, bei uns im Theatermuseum. Der „Wettergott“ war gnädig und somit konnten die Gäste das Fest auch im barocken Innenhof unseres Hauses genießen.

Buchpräsentation: Es lebe: die Operette!
Anachronistisch? Verstaubt? Schwer realisierbar? Die Operette wird immer wieder totgesagt und hat mit einem schlechten Ruf zu kämpfen ... den es zu widerlegen gilt: Buchautor Prof. Volker Klotz gemeinsam mit Pierre Genée, Karl Kogler, Wolfgang Dosch und einem internationalen Gesangsstudenten-Ensemble des Konservatorium Wien beim Wiederbelebungsversuch der Operette.

Presse-Club „Musiksalon“ mit Heinz Zednik
Nicht nur als Sänger, Gesangspädagoge oder Regisseur hat sich Heinz Zednik in seiner bisherigen Künstlerlaufbahn betätigt. Wie wir in einem launigen Interview durch Presse-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz erfuhren, brachte sich Heinz Zednik sogar als Co-Komponist ein. Kurz vor der Uraufführung der Oper „Der Besuch einer alten Dame“ im Jahr 1971, schlug er dem Komponisten Gottfried von Einem vor, 1 ½ Takte rund um einen Bühnen-Abgang der Hauptdarstellerin Claire Zachanassian umzuschreiben. Dafür erhielt Heinz Zednik sogar 5 DM! Und bei der filmischen Umsetzung von Ernst Kreneks „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“ gemeinsam mit seinem langjährigen Klavierbegleiter Konrad Leitner erzählte Heinz Zednik, fungierte er sogar das erste und, bei Herrn Zedniks ungebremsten Tatendrang würde uns das nicht überraschen, nur vorläufig letzte Mal als Drehbuchautor. Was für ein reiches Künstlerleben!

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