Ausstellungseröffnung I: Existenz-Fest
Universalkünstler Hermann Nitsch steht im Zentrum unserer neuesten Ausstellung und war naturgemäß auch Mittelpunkt der festlichen Eröffnung. Direktor Thomas Trabitsch und Kurator Hubert Klocker gaben Einblicke in die Konzeption der Ausstellung, die im Februar 2016 ins Museum Villa Stuck in München weiterziehen wird. Hermann Nitsch äußerte sich beglückt darüber, „wirklich verstanden worden zu sein und gleichsam ins Theatermuseum heimzukehren“. In seiner Eröffnungsansprache erinnerte sich Bundesminister Ostermayer schließlich an eigene Erlebnisse mit Tierschlachtungen. Prominente Gäste, darunter Sabine Haag, Carola Kraus, Danielle Spera, Tobias Natter und Michael Buhrs, Christian Ludwig Attersee, Hilde Hawlicek und Werner Fasslabend sowie Julius Hummel, Philipp Konzett, Peter Schär zeigten sich begeistert von Schönheit und Intensität der Multimedia-Ausstellung. Der Abend klang im Foyer und aufgrund der fast frühlingshaften Temperaturen sogar teilweise im Hof des Palais Lobkowitz aus.

Ausstellungseröffnung II: Existenz-Fest
Eigentlicher Höhepunkt der Eröffnung des Existenz-Fest waren allerdings weder die kundigen Ansprachen, noch der phantastische Wein aus Prinzendorf: Hermann Nitsch ließ es sich nicht nehmen, eine speziell für diesen Abend gestaltete Aktion aufzuführen. Spielort war die riesige Stiertrage, die schon 1998 beim ersten vollständigen 6-Tage Spiel zum Einsatz gekommen ist und in der Ausstellung gezeigt wird. Für einen Abend war Nitschs Kunst unmittelbar erfahrbar, erlebbar – für das Theatermuseum ein Glücksmoment.

Heinz Zednik ist es mit seinen lebendigen, wahrhaftigen und wortdeutlichen Interpretationen in unglaublichen 50 Jahren an der Wiener Staatsoper gelungen, den sogenannten zweiten Opern-Tenören - die mit dem wirklichen Charakter - eine zuvor nicht gekannte Bedeutung zu verleihen und sein Publikum auch immer wieder mit Wienerliedern und der Operette zu begeistern. In den launigen Eröffnungsreden von Markus Vorzellner, dem Kurator der Ausstellung, und Komponist und Philosoph Rainer Bischof war aber auch von ihrer Freundschaft zu Heinz Zednik die Rede. Im offiziellen Teil der Eröffnung wurde dieser dann auch noch mit zwei wunderbaren Darbietungen überrascht: Großnichte und Saxophonistin Chiara Wollner begeisterte mit Joe Zawinuls "Mercy, Mercy" und Kammersängerin Ildiko Raimondi amüsierte mit  Richard Genées  „Das Gesangsstudium“ den Jubilar und die gut gelaunten Gäste. Lotte Ledl, Lotte Tobisch, Barbara und Joachim Bißmeier, Arik Brauer, Gustav Peichel und Peter Matic und viele andere versammelten sich um Heinz Zednik im Foyer des Theatermuseums, wo der Abend bei Wein und Brot ausklang. 

Im Bild wird der Jubilar flankiert vom Intendanten Johannes Reitmeier und Bühnenbildner Michael Zimmermann vom Landestheater Innsbruck, wo Heinz Zednik im Herbst Strauss‘ Rosenkavalier inszeniert hat.

Zur festlichen Eröffnung der Stefan Zweig-Ausstellung sprachen Direktor Thomas Trabitsch, Kurator Klemens Renoldner und Ulrich Weinzierl. Unter den vielen wunderbaren Gästen, die sich an der Ausstellung begeisterten und den Abend im Hof des Palais angenehm ausklingen ließen befanden sich Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann, einer ihrer Vorgänger Achim Benning und einer der meistbewunderten Künstler seiner Ära Joachim Bißmeier. Eine besondere Ehre für das Museum und dieses Projekt war auch die Anwesenheit von David Blumberg, dem Präsidenten des Kuratoriums der National Library of Israel. Unter den Leihgaben aus Jerusalem, die erstmals in Österreich gezeigt werden, befindet sich das eigenhändig korrigierte Typoskript der „Welt von Gestern“.

Der Aufbau der Stefan Zweig Ausstellung: Das Projekt will hoch hinaus und doch immer am Boden der Tatsachen bleiben. Für die theatralische Gestaltung sorgen wie bei den Ausstellungen zu Arthur Schnitzler, Thomas Bernhard und Peter Handke Peter Karlhuber und sein Team!

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