Theatersolo Maxi Blaha am 25.9.2016
Es gibt mich nur im Spiegelbild

Schauspielerin Maxi Blaha feierte heute die Wiener Premiere ihres neuen Programmes bei uns im Theatermuseum. Seit Jahren setzt sie sich mit großen Österreichischen Künstlerinnen auseinander. In ihrem aktuellen Theatersolo ehrt sie Ingeborg Bachmann, die heuer ihren 90. Geburtstag feiern würde, und Elfriede Jelinek. Die Werke dieser beiden Autorinnen greifen auf unvergleichliche Weise ineinander. Das Bild der Frau in unserer heutigen Gesellschaft, Motive wie Abhängigkeiten, Machtverhältnisse, Mode, Sexualität und das Verschwinden werden hier verhandelt. Maxi Blaha hat die Texte, die Elfriede Jelinek für diese Programm übrigens exklusiv zur Verfügung gestellt hat, in spannenden, zum Nachdenken anregenden, aber auch lustigen Szenen zusammengestellt.  

 

Szenenfoto mit Maxi Blaha und Simon Raab, der die Musik zu diesem Abend beitrug.

Ausstellungseröffnung am 21.9.2016
Seine Freiheit, unsere Freiheit.
Václav Havel und das Burgtheater

Wir freuen uns, dass so viele der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung Seine Freiheit, unsere Freiheit. Václav Havel und das Burgtheater gefolgt sind. Darunter waren auch einige ehemalige Weggefährten und Weggefährtinnen des tschechischen Dramatikers und späteren Staatspräsidenten. Der Höhepunkt des Abends war die pointierte Rede des ehemaligen Burgtheaterdirektors Achim Benning. Seiner Initiative ist es nicht nur zu verdanken, dass Havels Theaterstücke während dessen Inhaftierung, 1979-1983, im Akademietheater eine Bühne fanden und dass man sich unter der Regierung Kreisky für eine Freilassung des Schriftstellers einsetzte, sondern auch, dass die Ausstellung zu Havels 80. Geburtstag zustande kam. „Wir vermissen heute Abend Václav Havel“, war der erste Satz seiner Rede im Theatermuseum, der gleiche Satz war nach den Uraufführungen im Akademietheater auf Transparenten zu lesen, die während des Schlussapplauses vom Schnürboden herunter gelassen wurden und daran erinnerten, dass der regimekritische Autor nicht persönlich anwesend sein konnte. Eindringlich warnte Achim Benning vor dem Wiedererstarken einer „opportunistischen Gedächtnislosigkeit einer überzeugungsfreien Gesellschaft“.

Wir sind stolz darauf, dass unsere Ausstellung Wir brauchen einen ganz anderen Mut! – Stefan Zweig – Abschied von Europa international viel positives Echo erfahren hat und mittlerweile auf Reisen gegangen ist. Bis 28. August 2015 macht die Schau, die das Leben und Werk Stefan Zweigs aus der Perspektive des Exils und anhand seiner beiden Meisterwerke „Die Welt von Gestern“ und „Schachnovelle“ zeigt, in München Station, danach zieht sie weiter ins Südtiroler Kulturinstitut in Bozen.

PfingstFest im Theatermuseum
Aus Anlass unserer Ausstellung ExistenzFest. Hermann Nitsch und das Theater sowie seiner aktuell im Winterpalais des Belvedere gezeigten Rauminstallation Vorbereitung zu einer Aktion fand das alljährlich von Hermann Nitsch und der Nitsch-Foundation zur Förderung des Orgien Mysterien Theaters ausgerichtete Pfingstfest zum ersten Mal nicht im Schloss Prinzendorf, der Wohn- und Arbeitsresidenz des Universalkünstlers, statt, sondern in Wien.
Hermann Nitsch feierte gemeinsam mit Förderern, Freunden und Interessierten bei naturreinem Wein zuerst im Winterpalais und, nach einer kleinen Prozession durch die Innenstadt, bei uns im Theatermuseum. Der „Wettergott“ war gnädig und somit konnten die Gäste das Fest auch im barocken Innenhof unseres Hauses genießen.

Buchpräsentation: Es lebe: die Operette!
Anachronistisch? Verstaubt? Schwer realisierbar? Die Operette wird immer wieder totgesagt und hat mit einem schlechten Ruf zu kämpfen ... den es zu widerlegen gilt: Buchautor Prof. Volker Klotz gemeinsam mit Pierre Genée, Karl Kogler, Wolfgang Dosch und einem internationalen Gesangsstudenten-Ensemble des Konservatorium Wien beim Wiederbelebungsversuch der Operette.

to top