Presse-Club „Musiksalon“ mit Heinz Zednik
Nicht nur als Sänger, Gesangspädagoge oder Regisseur hat sich Heinz Zednik in seiner bisherigen Künstlerlaufbahn betätigt. Wie wir in einem launigen Interview durch Presse-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz erfuhren, brachte sich Heinz Zednik sogar als Co-Komponist ein. Kurz vor der Uraufführung der Oper „Der Besuch einer alten Dame“ im Jahr 1971, schlug er dem Komponisten Gottfried von Einem vor, 1 ½ Takte rund um einen Bühnen-Abgang der Hauptdarstellerin Claire Zachanassian umzuschreiben. Dafür erhielt Heinz Zednik sogar 5 DM! Und bei der filmischen Umsetzung von Ernst Kreneks „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“ gemeinsam mit seinem langjährigen Klavierbegleiter Konrad Leitner erzählte Heinz Zednik, fungierte er sogar das erste und, bei Herrn Zedniks ungebremsten Tatendrang würde uns das nicht überraschen, nur vorläufig letzte Mal als Drehbuchautor. Was für ein reiches Künstlerleben!

Ausstellungseröffnung I: Existenz-Fest
Universalkünstler Hermann Nitsch steht im Zentrum unserer neuesten Ausstellung und war naturgemäß auch Mittelpunkt der festlichen Eröffnung. Direktor Thomas Trabitsch und Kurator Hubert Klocker gaben Einblicke in die Konzeption der Ausstellung, die im Februar 2016 ins Museum Villa Stuck in München weiterziehen wird. Hermann Nitsch äußerte sich beglückt darüber, „wirklich verstanden worden zu sein und gleichsam ins Theatermuseum heimzukehren“. In seiner Eröffnungsansprache erinnerte sich Bundesminister Ostermayer schließlich an eigene Erlebnisse mit Tierschlachtungen. Prominente Gäste, darunter Sabine Haag, Carola Kraus, Danielle Spera, Tobias Natter und Michael Buhrs, Christian Ludwig Attersee, Hilde Hawlicek und Werner Fasslabend sowie Julius Hummel, Philipp Konzett, Peter Schär zeigten sich begeistert von Schönheit und Intensität der Multimedia-Ausstellung. Der Abend klang im Foyer und aufgrund der fast frühlingshaften Temperaturen sogar teilweise im Hof des Palais Lobkowitz aus.

Ausstellungseröffnung II: Existenz-Fest
Eigentlicher Höhepunkt der Eröffnung des Existenz-Fest waren allerdings weder die kundigen Ansprachen, noch der phantastische Wein aus Prinzendorf: Hermann Nitsch ließ es sich nicht nehmen, eine speziell für diesen Abend gestaltete Aktion aufzuführen. Spielort war die riesige Stiertrage, die schon 1998 beim ersten vollständigen 6-Tage Spiel zum Einsatz gekommen ist und in der Ausstellung gezeigt wird. Für einen Abend war Nitschs Kunst unmittelbar erfahrbar, erlebbar – für das Theatermuseum ein Glücksmoment.

Abschied von der Strauss-Ausstellung I
Der Abbau unserer erfolgreichen Strauss-Ausstellung ist schon fast abgeschlossen. Leihgaben und Ausstellungsmöbel liegen fein säuberlich geordnet zum Abtransport bereit.

Abschied von der Strauss-Ausstellung II
Und auch für das Kostüm der Sophie aus dem Rosenkavalier, das die Ausstellung Trägt die Sprache schon Gesang in sich… Richard Strauss und die Oper in den letzten 7 Monaten geschmückt hat, heißt es nun: „ab ins Depot“. Unter den fachkundigen Händen unserer Restauratorin Angela Sixt geht es der Kleiderpuppe mit dem prachtvollen Original-Gewand aus dem Jahr 1955 sozusagen „an die Wäsche“. Nach einer gründlichen Reinigung erfolgt der Transport zurück ins Depot, wo das Kostüm beste Aufbewahrungsbedingungen hat, um uns noch lange erhalten zu bleiben.

to top