ART-ES. Aneignung und Hybridisierung von bildender und darstellender Kunst in der Frühen Neuzeit

Digitale Technologien bieten heutzutage neue Instrumente der Wissensvermittlung. Das Forschungsprojekt ART-ES knüpft an die aktuellen Debatten über die Nutzung solcher Technologien im kulturhistorischen Kontext an, besonders über deren Anwendung für die geschichtliche und ikonografische Erforschung von Festen, Theateraufführungen, urbanen Räumen und Kunstobjekten aus der Frühen Neuzeit, bei denen intensive Transferprozesse zwischen den künstlerischen Disziplinen (Hybridisierungen) festzustellen sind.

Das Hauptaugenmerk gilt hier den Erzeugnissen der europäischen Festkultur(en) vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, d. h. spezifischen Festereignissen aus diesem Zeitraum, die – den Anforderungen der Repräsentation folgend – eine starke Bildprogrammatik entfalteten und schon zur Zeit ihrer Entstehung schriftlich und bildlich gut dokumentiert wurden. Aufgrund ihres ephemeren Charakters stellen sie jedoch heute eine große Herausforderung dar – sowohl hinsichtlich ihrer Analyse bzw. Rekonstruktion im akademischen Kontext als auch bei ihrer Vermittlung an ein breiteres Publikum im musealen Kontext.

Am Beispiel von Projekten renommierter Institutionen wie des Prados in Madrid, des Kunsthistorischen Museums Wien oder das Städel-Museum in Frankfurt am Main werden die neuesten digitalen tools zur Verbreitung und Vermittlung von kulturellen Inhalten reflektiert und experimentell auf die von den Mitgliedern der Forschungsgruppe ART-ES ausgewählten Themen (Festereignisse) angewandt.

Ziel des Projektes ist es, eine eigens konzipierte virtuelle Ausstellung zu kreieren, die Ende 2020 online veröffentlicht und von der Abteilung Visuelle Medien des Kunsthistorischen Museums Wien umgesetzt wird.

Ein Preview dieser Ausstellung soll bereits im Rahmen des Internationalen Symposiums From Real Life into the World of Art (Madrid – Málaga, 25. und 27. September 2019) vorgestellt werden.*


Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des KHM-Museumsverbandes, die an dem Forschungsprojekt teilnehmen:

Mag. Daniela Franke (Theatermuseum)
Dr. Stefan Krause (Hofjagd- und Rüstkammer)
Dr. Monica Kurzel-Runtscheiner (Kaiserliche Wagenburg)
Dr. Rudi Risatti (Theatermuseum)
Dr. Veronika Sandbichler (Schloss Ambras Inssbruck)

Umsetzung der virtuellen Ausstellung:

KHM-Museumsverband – Abteilung Visuelle Medien
Leitung: Stefan Zeisler
Koordination Gruppe Mediendesign/ digitale Projekte: Peter Steinacher
Entwicklung und Design: Nicoletta Hernandez

 

* Dieses Symposium ist eine Folgeveranstaltung zum internationalen Workshop Digitale Perspektiven in der Beziehung zwischen bildender und darstellender Kunst, das im September 2018 im Theatermuseum stattfand.

Information

Projektleiterin:
Dr. Carmen Gonzáles-Román (Universität Málaga)

Leitung und Koordination des Projekts "virtuelle Ausstellung"
Dr. Rudi Risatti (Theatermuseum)

Finanzierung

Ein durch Mittel der spanischen Regierung – HAR2015-70089-P (MINECO/FEDER) – finanziertes Projekt der Universität Málaga in Zusammenarbeit mit dem KHM-Museumsverband/ Theatermuseum und mit dem Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Projektlaufzeit

2016-2020

Projektpartner

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